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10 Jahre Hochzeitsrednerin in München

Was für ein Jubiläum: Seit unglaublichen 10 Jahren ist unsere Marina Lessig nun schon Hochzeitsrednerin in München. Wir gratulieren von ganzem Herzen und freuen uns jeden Tag wieder, dass sie unser Team bereichert.

Strauß & Fliege trifft Marina und spricht mit ihr über diese aufregende Zeit.

Nach der freien Trauung mit Hochzeitsrednerin Marina in München
Foto: F. Schepers
Marina Lessig ist freie Traurednerin bei Strauß & Fliege
Foto: Privat

Eure Hochzeitsrednerin München: Marina Lessig

Nach einer Dekade voller Liebesgeschichten und wunderschönen Hochzeit hat sich natürlich besonders darauf gefreut, in 2020 ihr Jubiläumsjahr zu feiern – durch Corona nun kleiner als erwartet. Lest hier das ganze Interview:

Liebe Marina, Du bist nun seit 10 Jahren Hochzeitsrednerin in München. Wie fühlt sich das an?

Ehrlich gesagt, kann ich gar nicht glauben, dass schon so viel Zeit vergangen ist. Dadurch, dass die Arbeit als Hochzeitsrednerin nicht so regelmäßig ist, wie der Gang ins Büro, erscheint mir vielleicht die Zeit langsamer. Aber vor einiger Zeit saß ich an einem regnerischen Tag mit Kakao in der Badewanne und habe mir die Fotos der Paare angesehen, die ich schon begleiten und trauen durfte.

Für mich war es sehr berührend, dass mir schon über 70 Paare ihr Vertrauen geschenkt haben und wir gemeinsam so wunderbare Feste der Liebe feiern durften. Und zugleich war ich über die Zahl überrascht. Ich hatte nicht erwartet, dass es schon so viele sind. Hochzeit ist ja kein Massengeschäft.

Der Gesprächsprozess ist jedes Mal einmalig und exklusiv – so wie eben auch jedes Paar einmalig ist. Ich erinnere mich an jedes Paar sehr gut. Dadurch dass die Erinnerungen so lebendig sind, hätte ich die Zahl viel niedriger geschätzt.

Profi mit Herz: Marina hat schon über 70 Paare begleitet

Sind nach 10 Jahren Hochzeiten nicht Alltag?

Nein. Ich fiebere jedes Mal mit meinen Paaren total mit und jede Hochzeit ist etwas ganz besonderes und einmaliges. Das klingt kitschig, ist aber so.

Bist Du vor Hochzeiten noch nervös?

Ich war schon immer sehr entspannt, wenn ich reden durfte. Aus irgendeinem Grund mag ich es und machen mir Bühnen keine Angst. Dafür hatte ich schon immer schwer Lampenfieber bei schriftlichen Tests. Es ist eben meine Berufung, das Reden und die Hochzeiten. (lacht)

Ich glaube meine Ruhe und Entspanntheit gibt meinen Paaren auch Halt. Für sie ist ja alles an diesem Tag sehr aufregend und viel. Das ist auch gut so, es soll ja ein intensiver Lebensmoment sein. Mir ist wichtig, dass meine Paare wissen und spüren: Auf Marina ist Verlass, ich brauch mich was die Trauung angeht um nichts kümmern an meinem Hochzeitstag.

Tatsächlich habe ich aber immer nochmal einen ganz kleinen Moment Muffensausen bei der Vorbereitung zuhause. Meine große Schwäche ist mein Namensgedächtnis. Ich erinnere mich an vieles sehr detailreich. Nur Namen nicht. Ich spreche meine Reden zwar immer frei und habe nur wenige Stichpunkte dabei – aber ich schreibe immer auf jedes Blatt fett in rot die Namen von Braut und Bräutigam als Überschrift. (lacht) Und bislang habe ich auch noch immer die Richtigen verheiratet.

Einbindung von Freunden und Familie in die Hochzeitsplanung - Tipps von Strauß & Fliege
Foto: Oh Ella / Daniela Rauschmeier
Eure freie Trauung mit wunderschönem Bergpanorama und Traurednern von Strauß & Fliege
Foto: Markus Braumann

Wie wird man eigentlich Hochzeitsrednerin in München?

Wie kamst Du dazu, freie Traurednerin zu werden und was begeistert Dich daran?

Durch mein Studium. Ich habe Philosophie studiert. Damals kamen auf uns ab und an Leute zu, die meinten: „Ihr Philosophen seid doch sowas wie Pfarrer ohne Religion. Da wäre eine Hochzeit/ein Kind geboren/eine Beerdigung/ein Jubiläum und wir suchen jemanden, der/die eine Rede hält.“ Ich habe das ausprobiert und war sofort Feuer und Flamme für Hochzeitsreden!

Menschen intensiv kennenerlernen, mit ihnen über Liebe sprechen, ihre Geschichte und ihre Persönlichkeiten in einer Rede zu fassen und ihrer Verbundenheit in einer Zeremonie Ausdruck zu verleihen – ich kann mir keine schönere Aufgabe vorstellen.

Vor 10 Jahren gab es nur wenig Möglichkeit dazu. Freie Trauungen waren noch kaum bekannt in Deutschland und wirklich selten. Seit gut 5 Jahren sind durch Hochzeitsblogs, vor allem durch Inspirationen aus USA, aber auch aus Niederlande, freie Trauungen auch in Deutschland bekannt geworden.

Mich freut es sehr, dass immer mehr Menschen entdecken, welch tolle Möglichkeiten eine freie Trauung bietet und, dass diejenigen, die nicht in einer Kirche heiraten, nicht auf den feierlichen Moment und ein intensives Ritual verzichten müssen.

Hast Du noch Kontakt zu Deinem ersten Hochzeitspaar?

Natürlich! Vom Kennenlernen bis zur Rede verbringen meine Paare und ich viel und intensive Zeit im persönlichen Gespräch und sie laden mich ein, einen der wichtigsten Momente in ihrem Leben mitzugestalten und zu prägen. Das verbindet auch nach der Hochzeit.

Ich habe eigentlich zu allen Paaren noch ab und an Kontakt. Man schreibt sich oder trifft sich am Weihnachtsmarkt auf einen Glühwein. Ich bekomme oft Mails in denen steht „Luka hat am 03.03.2020 das Licht der Welt erblickt“, „Schau mal, unser Traum vom Häuschen mit Garten ist nun wahr geworden“, „Wir haben es gewagt und haben nun endlich die Patagonienreise gemacht“ oder „Elisabeth ist jetzt ein Schulkind“. Das freut mich jedes Mal sehr.

Aber das erste Hochzeitspaar ist natürlich für jeden Redner etwas ganz besonderes. Es hat uns Vertrauen geschenkt, obwohl wir keine Erfahrung vorweisen konnten, und ist mit uns ins kalte Wasser gesprungen. Ohne unser erstes Paar wären wir nicht Hochzeitsredner. Mit ihrem Ja-Wort sind sie nicht nur das geworden, was sie sind – sie haben auch uns zu dem gemacht, was wir sind. Das ist eine große Ehre und dafür bin ich meinem ersten Paar sehr dankbar.

Pleiten, Pech und Pannen auf Hochzeiten

Ging auch schon mal so richtig etwas schief?

Nein. Es ging noch nie etwas „so richtig“ schief. Natürlich gibt es Fehler und Pannen, aber das ist alles Einstellungssache.

Ich sag zu meinen Paaren immer: Stellt Euch bei der Planung darauf ein – irgendwas geht immer schief. Da habe ich auch schon einiges erlebt – von Location doppelt gebucht bis vergessen, die Braut abzuholen. Da hilft nur eines: Lachen! (lacht)

Es wäre nicht das Leben, wenn immer alles glatt liefe. Später erinnert sich genau an diese Anekdote jeder mit einem Schmunzeln. Und auch, dass sich zwei Menschen, die zusammengehören, überhaupt finden, ist doch eine dieser nicht planbaren Überraschungen des Lebens.

Erst dieses Jahr hatte ich eine Hochzeit, da kam gerade die wunderschöne Braut mit ihrem Vater auf den freudestrahlenden Bräutigam zu, die beste Freundin spielte zum Einzug auf der Gitarre ein Liebeslied und der Bräutigam rief seiner Braut entgegen: „Scheiße! Die Trauversprechen liegen auf dem Zimmer!“ Da haben wir alle gemeinsam gelacht, der Trauzeuge ist nochmal losgelaufen und alles war gut. Das ist doch eine viel bessere und schönere Geschichte, als der Geschmack der Käsesahnetorte!

Ringtausch bei einer freien Trauung mit Strauß & Fliege Hochzeitsrednern
Foto: Tino Kiachidis
Freie Trauung mit Strauß & Fliege in Rothes Gut Meißen
Foto: René Lauterbach

Wie bist Du dann Hochzeitsrednerin in München bei Strauß & Fliege geworden?

Auch durch eine dieser zufälligen Begegnungen im Leben, die einen einladen, etwas Gutes daraus zu machen. Ich habe den Gründer, Johann-Jakob Wulf, durch einen Zufall kennengelernt und er hat mir von Strauß & Fliege erzählt. Da war ich sofort begeistert!

Das wundervolle Backoffice gibt mir die Chance mich auf mein Brautpaare zu konzentrieren und mich möglichst wenig mit Akquisen und Terminen zu befassen. Das Mehr an Zeit und Nerv kommt meinen Paaren zugute. Und endlich bin ich nicht mehr alleine unterwegs, sondern habe großartige MitrednerInnen mit denen ich mich austauschen und von denen ich lernen kann.

Jedes Paar hat es verdient, das schönste Fest und die beste Rede zu bekommen. Strauß & Fliege gibt mir die Möglichkeit zu wachsen und mein Bestes meinen Paaren zu schenken.

… und dann kam Corona

Das Jahr 2020 ist nicht nur für Dich ein besonderes Jahr – 10 Jahre Hochzeitsreden und dann kommt eine Pandemie. Ist nun alles anders?

Da sagst Du was! Ja, es ist alles anders geworden als geplant. Viele Hochzeiten wurden verschoben oder mussten verschoben werden. Es blieb noch nicht mal eine Hand voll Trauungen bei mir übrig dieses Jahr. Aber ich sehe es trotzdem als ein Geschenk. Nach 10 Jahren herausgefordert zu werden, wie man eine Trauung so gestaltet, so dass Onkel Achim, 85, per Zoom teilnehmen kann, sich alle mitgenommen fühlen, die Technik aber auch nicht die Zeremonie stört: Großartig!

Ich habe viel gelernt und ausprobiert und siehe da – es ist machbar. Daraus erwachsen auch Chancen für die Zeit nach der Pandemie. Früher war Oma Anna, 92, einfach nicht mit dabei, wenn sie nicht mehr fit genug für die Anreise war. Das fanden alle traurig. Jetzt haben wir Möglichkeiten gefunden und sind offen dafür digital Menschen an unserer Trauung teilhaben zu lassen, die aus gutem Grund nicht kommen können. Das ist doch einfach wundervoll!

Gerade mit dem Lock Down haben viele meiner Paare auch nochmal eine ganz besondere Situation erlebt. Das hat meine Gespräche mit ihnen sehr bereichert.

Corona Hochzeit Berlin mit Strauß & Fliege Traurednerin Juliane
Foto: Julia Bartelt
Brautpaar beim Spaziergang von hinten
Foto: Marcus Hassler

In der Krise steckt auch etwas Gutes.

Und wenn wir uns umsehen, hat Corona ja dazu beigetragen, dass Menschen Lebensentscheidungen treffen, und Dinge angehen, die nicht aufgeschoben werden sollten: Zusammenziehen, Heiratsantrag, Jobwechsel oder Familiengründung. Mit der Pandemie haben sich die Prioritäten im Leben vieler neu sortiert und es hat trotz aller Schwierigkeiten auch viel Gutes ins Rollen gebracht.

Gerade in der Vorbereitung einer freien Trauung hat sich oft die Frage gestellt: Warum überhaupt dieses Fest? Müssen moderne Paare noch heiraten? Die Pandemie hat gezeigt, dass eine Eheschließung nicht nur Kitschkram, Altbackenes oder etwas Privates zwischen zwei Menschen ist. Wir mussten schmerzlich erfahren, dass die Ehe uns auch schützt und wir durch sie gesellschaftlich den Respekt erfahren, dass Menschen uns nicht trennen dürfen. Dass diese zwei Menschen zusammengehören, auch wenn zwischen ihnen eine Landesgrenze in Zeiten einer Pandemie liegt. Dass wir durch die Ehe füreinander da sein dürfen, im Krankenhaus, wenn ein Kind geboren wird oder jemand stirbt.

Manchmal müssen uns Dinge genommen werden, um zu erfahren, was wir an ihnen haben. Corona hat uns gezeigt, wie wertvoll es ist, alle um uns haben zu dürfen, die wir lieben; gemeinsam rausgehen zu dürfen; uns berühren zu dürfen; und gemeinsam Momente der Ausgelassenheit und Sorglosigkeit erfahren zu dürfen.

Vielen lieben Dank, Marina, für dieses superinteressante Gespräch!


Lernt Marina unverbindlich kennen!

Seid Ihr noch auf der Suche nach der richtigen Hochzeitsrednerin in München? Dann ist Marina ja vielleicht genau die richtige für Euch! Mit dieser Mischung aus Herz und Verstand, dieser Erfahrung und dabei dieser immer nur wachsenden Leidenschaft für Menschen und Hochzeiten, ist sie definitiv eine der besten Traurednerinnen in Deutschland.

Und vielleicht ja bald auch Eure!

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